Interview-Formate › Methode
Methode & Über mich
Geduld vor der
Kamera ist das Verfahren
Interviews in sensiblen Kontexten entstehen nicht am Drehtag — sie entstehen in der Vorbereitung. Meine Arbeitsweise ist ein Prozess aus vier Schritten, der die Menschen schützt und Ihr Haus absichert.
Die vier Schritte im Detail
Verstehen, was Ihr Haus braucht
Zielgruppe, Rahmen, Förderlogik, Fristen. Sie bekommen einen Fahrplan und — wenn gewünscht — Kalkulationsbausteine für Ihren Förderantrag. Keine Kosten, bis der Rahmen steht.
Vor dem Drehtag
Auf Wunsch führe ich vorab ein Vorgespräch mit den porträtierten Menschen — am Telefon oder persönlich. Was erzählt wird, entscheidet der Mensch. Angehörige werden einbezogen, Einwilligungen sind dokumentiert — mit Geltungsbereich: Ausstellung, Web, Social Media, Dauer.
Ein ruhiges Set, ein kleines Team
Regie, Kamera und Ton in einer Hand — niemand Fremdes im Raum. Pausen, wann sie gebraucht werden. Untertitel als Standard. Barrierefreiheit von der Location bis zur Fassung.
Übergabe, die bleibt
Erschlossene Dateien (Person, Ort, Datum, Anlass, Rechtevermerk), dokumentierte Übergabe, auf Wunsch Dauer-Kurzadressen für Ihre Sammlung. Ihr Haus kann in zwanzig Jahren zitieren, ohne mich anzurufen.
Über Ilja Kagan
Ilja Kagan ist Filmemacher und Fotograf. Geboren in St. Petersburg, lebt er seit seiner frühen Kindheit in Düsseldorf und ist dort seit 2014 mit seiner Filmproduktion Draw-A-Change selbstständig. Über 600 Projekte sind seither entstanden, überwiegend für jüdische Gemeinden, Verbände, Museen und Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen — darunter der Landtag NRW, die NS-Dokumentationsstelle Krefeld / Villa Merländer, das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten, Makkabi Deutschland und die Jüdische Gemeinde Düsseldorf. Gemeinsam mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen führte er Co-Regie bei einem Film über Dorsten.
Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Interviewführung in sensiblen Kontexten und die archivfähige Übergabe der Gespräche. Er arbeitet auf Deutsch, Russisch, Englisch und Französisch; Italienisch und Hebräisch spricht er auf Alltagsniveau. Der interreligiöse Dialog ist ihm ein persönliches Anliegen — in der Arbeit wie darüber hinaus.
Prinzipien dieser Arbeit
· Die Perspektive liegt bei den Porträtierten, nicht bei mir.
· Keine Pathos-Schnitte, keine Dringlichkeit auf Trauer-Themen.
· Einwilligungen mit Geltungsbereich, dokumentiert.
· Material wird erschlossen, nicht nur geliefert.
· Hosting und Übergabe datenschonend, auf eigenen Servern in Deutschland.
· Interreligiöser Dialog: Formate, die Brücken bauen.
Lernen wir uns kennen
Ein 20-minütiges Telefonat reicht, um einzuschätzen, ob und wie Ihr Projekt funktioniert — unverbindlich.